MBCT: Was sagt die Wissenschaft

Empfehlung  Regelmäßige Achtsamkeitsübungen können eine zentrale Rolle bei der Behandlung von Depressionen spielen. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat für Patienten, die eine akute Depression durchlitten haben, die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie MBCT (Mindfulness-Based-Cognitive-Therapy) als eine geeignete Rückfallbehandlung empfohlen.

MBCT zur Prävention  MBCT kombiniert Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie mit achtsamkeitsbasierter Meditation. Dabei wird der Wert auf den gegenwärtigen Augenblick gelegt, während Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen `neugierig` wahrgenommen und dabei nicht bewertet werden. Es ist genau diese nicht wertende Haltung, welche die Möglichkeit schafft, mit schwierigen Emotionen wie Traurigkeit, Ängsten und Sorgen hilfreicher umzugehen. Das ist zentral für die Prävention von Depressionen.

Mehr Gelassenheit und Ruhe  In achtwöchigen MBCT-Trainingsprogrammen werden Achtsamkeitsübungen im Liegen, Sitzen und Gehen sowie sanfte Körperübungen erlernt. Bei allen Übungen steht das nicht wertende Annehmen dessen, was im jeweiligen Moment gerade wahrnehmbar ist im Vordergrund. Das können körperliche Empfindungen sein, Emotionen, Geräusche, Gedanken usw. Das aufmerksame Beobachten ermöglicht ungünstige automatisierte Reaktionsmuster zu identifizieren. Im nächsten Schritt kann auf andere Weise auf Stress- und Belastungssituationen reagiert werden, wodurch Raum für mehr Gelassenheit und Ruhe entstehen kann.

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